Klausenverein Immenstadt e.V.

Klausentreiben

Das Brauchtum des "Klausentreibens" geht zurück auf vorchristliche, heidnische Zeiten (Kelten) und es sind unterschiedliche überlieferungen vorhanden.

Manche Allgäuer (meistens Gegner des Klausentreibens) behaupten, daß Klausentreiben wäre kein Brauch sondern wurde irgendwann "eingeführt".

Das stimmt so aber nicht denn alles kam irgendwann von irgendwo her und fing irgendwann mal an oder wurde in späterer Zeit wieder aufgeschnappt und weiter geführt.

Mit der Zeit hat sich leider auch das Häß immer wieder verändert, was nun aber zumindest in Immenstadt beim heutigen Stand gehalten werden soll.

Fakt ist, daß das Wilde Treiben eines der ältesten Kulturbräuche aus der heidnischen Zeit ist und sogar die Christianisierung im 7. und 8. Jahrhundert Überstanden hat.

Selbst im Schwedenkrieg wurde dieser Brauch nicht ganz eingestellt.

Besonders der kalte und dunkle Winter war für die Menschen in früherer Zeit beherrscht von dunklen Gestalten, Dämonen, Windsbräuten und vor allem der Wilden Jagd.

Durch die Hörner und das wilde Häß aber vor allem auch durch lautes Rufen, Kettenrasseln und das Läuten mit Schellen und Glocken wollte man diese Gesellschaft fern halten, erschrecken und vertreiben.

Die Rutenstreiche, die vornehmlich die jungen "Fühlen" erhielten, sollten Fruchtbarkeit versprechen.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich natürlich auch dieser Brauch immer weiter bis zu seinem heutigen Stand.

Ähnliche Bräuche mit den selben Wurzeln sind im gesamten Alpenraum bekannt.

Besonders in Österreich werden die sogenannten Krampusumzüge gepflegt.

Diese werden bis in den Januar von den "Pässen" durchgeführt.

Die selben Wurzeln hat auch der "Wilde Männle Tanz" aus Oberstdorf, bei dem alte Runen getanzt werden um Schlechtes fernzuhalten.